Norderbrarup liegt im nördlichen Schleswig-Holstein, eingebettet in eine von sanften Hügeln geprägte Landschaft. Die Gemeinde gehört zum Kreis Schleswig-Flensburg und umfasst mehrere kleine Ortsteile wie Fischerott und Ruruplund. Historisch bedeutsam ist die St.-Marien-Kirche, die am Dorfrand auf einer leichten Anhöhe steht und mit ihrem romanischen Granitquaderbau weithin sichtbar ist.
Der Name des Ortes tauchte erstmals zwischen 1445 und 1450 als „Nordbradorp“ auf und bedeutet „nördliches Dorf am Hang“. Funde wie Steingräber aus der Jungsteinzeit und eine Wikingerzeit-Siedlung belegen eine frühe Besiedlung. Norderbrarup war einst Zentrum eines Kirchspiels, das mehrere umliegende Dörfer umfasste, und diente möglicherweise als Zentralkirche der Schliesharde. Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte der Ort zum Herzogtum Schleswig.
Das Dorf ist geprägt von seiner historischen Kirche mit einem ungewöhnlichen Glockenturm und einem Teufel im Tympanon. Ein Bernsteinmuseum und das Knüttel-Museum mit steinzeitlichen Funden zeugen von der regionalen Geschichte. Die Landwirtschaft spielt noch immer eine Rolle, doch viele Einwohner pendeln in größere Städte. Künstler wie Jobst von Berg und der Pfarrer Waldemar Petersen sind mit dem Ort verbunden.