Nörvenich liegt in der fruchtbaren Zülpicher Börde, einer flachen Landschaft im Kreis Düren. Der Neffelbach durchzieht den Ort von Südwest nach Nordost und prägt das Bild. Im Norden grenzt Nörvenich an Kerpen und Erftstadt, im Osten an Vettweiß und Kreuzau, im Süden an Düren und im Westen an Merzenich. Unter der Erde schlummert eines der größten unerschlossenen Braunkohlevorkommen Deutschlands, das Isweiler Feld.
Der Name Nörvenich geht auf eine keltische Wurzel zurück und bedeutet so viel wie Heim des Norbod. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr als Noruenich. Spuren früher Besiedlung finden sich in bandkeramischen Funden, darunter eine ungewöhnlich große Dechselklinge, die vermutlich als Prestigeobjekt diente. Später siedelten hier Ubier und Römer, die den vicus Norboniacum anlegten. Eine mittelalterliche Festungsanlage entstand vermutlich auf den Fundamenten eines römischen Kastells und diente dem Schutz der Handelswege.
Heute ist Nörvenich vor allem durch seine historische Wehranlage bekannt, von der noch Wallreste und Wehrgassen zeugen. Im Burgpark erinnert ein Hügel an die ehemalige Umwallung, der Kockelsberg. Die Gemeinde besteht aus 14 Ortsteilen, darunter der Hauptort mit eigenem Schul- und Klosterensemble. Die Umgebung mit dem Neffelbachtal lädt zu Spaziergängen ein, während die unterirdischen Braunkohlevorkommen bis heute Bedeutung für die Region haben.