Merzenich liegt am östlichen Rand der Stadt Düren in der Jülich-Zülpicher Börde, einer fruchtbaren Landschaft in der Niederrheinischen Bucht. Der Ellebach durchfließt den Ort, während sich im Norden der Braunkohle-Tagebau Hambach ausdehnt. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile und grenzt an Städte wie Elsdorf und Kerpen.
Der Name Merzenich geht auf eine lateinische Bildung zurück und wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war der Ort Teil eines Systems von Wachszinslieferungen an die Pfarrkirche von Arnoldsweiler, zu dem auch ein großer Teil des nahegelegenen Bürgewalds gehörte. Die Bewohner nutzten den Wald jahrhundertelang gemeinschaftlich, bis er später durch Abholzung und Braunkohleabbau stark verändert wurde.
Prägend für Merzenich sind die alte katholische Pfarrkirche mit ihrem gotischen Turm und die restaurierte Windmühle, die heute als Wasserturm dient. Der Ort verbindet ländliche Tradition mit moderner Infrastruktur, darunter ein großes Gewerbegebiet und eine S-Bahn-Anbindung nach Köln und Düren. Persönlichkeiten wie der Komiker Kalle Pohl stammen von hier.