Dlažov liegt im Süden des Chudenitzer Berglands, eingebettet in eine Senke. Nördlich des Ortes erheben sich markante Hügel wie die Dlažovská hůrka und der Hodiška, während im Westen der Svatá Marketa aufragt. Die Straße zwischen Kdyně und Klatovy passiert den Ort in geringer Entfernung. Nachbarorte wie Slavíkovice und Buková umgeben Dlažov, das selbst Teil des Okres Klatovy ist.
Erstmals taucht der Ort 1379 in einem Steuerregister auf, damals noch als Waldhufendorf mit tschechisch- und deutschsprachigen Bewohnern. Im 15. Jahrhundert spielte Dlažov eine Rolle in den Hussitenkriegen, als Přibík von Klenová das Dorf führte und später niederbrannte. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einem Zentrum der Textilindustrie, wovon eine große Weberei in Glosau zeugte. Eine Synagoge entstand 1883, die bis 1926 genutzt wurde.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild: die Kirche des hl. Antonius von Padua, die Synagoge als Gemeindeamt und die Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk in Miletice. Der Aussichtsturm auf dem Svatá Marketa bietet einen weiten Blick über die Landschaft. Die Ortsteile Buková, Miletice und Soustov gehören zur Gemeinde, die sich durch ihre vielschichtige Geschichte und ländliche Idylle auszeichnet.