Rinteln liegt im Weserbergland an der Weser, eingebettet zwischen Lippischem Bergland, Wesergebirge und Süntel. Die Stadt prägt das Rintelner Becken, das von der Burg Schaumburg auf dem Nesselberg überragt wird. Etwa zwei Kilometer westlich der Altstadt befindet sich der Doktorsee. Landschaftlich gehört Rinteln zum Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln.
Die Anfänge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, als am Weserufer ein kleines Dorf entstand. Im 13. Jahrhundert erhielt Rinteln Stadtrechte und entwickelte sich durch Handel und Handwerk. Die Weserbrücke und das Messeprivileg stärkten die Bedeutung der Stadt. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Rinteln schwere Verluste durch Pest und Plünderungen. Nach dem Krieg erholte sich die Stadt durch die Universität, die von 1619 bis 1810 bestand und Gelehrte aus ganz Norddeutschland anzog.
Rinteln ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt mit Fachwerkhäusern und einer ehemaligen Stadtmauer, die später zur Festung ausgebaut wurde. Die Burg Schaumburg auf dem Nesselberg ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Die Stadt war bis 1977 Kreisstadt und beherbergte eine bedeutende Universität. Heute prägen historische Bauwerke, die landschaftliche Lage und die Erinnerung an die akademische Vergangenheit das Bild Rintelns.