Raiding liegt im Mittelburgenland am Raidingbach, einem kleinen Fluss, der sich durch die sanfte Hügellandschaft zieht. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Oberpullendorf und ist Teil des österreichischen Bundeslandes Burgenland. Mit seinen Weinbergen und Obstgärten prägt die ländliche Umgebung das Bild des Ortes.
Die Geschichte Raidings reicht bis in die Keltenzeit zurück, als das Gebiet zum Königreich Noricum gehörte. Später lebten hier Awaren und Slawen, bevor der Ort im Hochmittelalter unter dem Namen Rudnik bekannt wurde. Erst 1425 taucht der Name Dobornya in Urkunden auf, der später magyarisiert wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg kam das Burgenland zu Österreich, und Raiding wurde 1921 Teil des neuen Bundeslandes. Die Gemeinde war zeitweise mit anderen Orten zusammengeschlossen, bevor sie 1990 wieder selbstständig wurde.
Heute ist Raiding vor allem als Geburtsort des berühmten Komponisten Franz Liszt bekannt. Sein Geburtshaus beherbergt ein Museum, und das moderne Konzerthaus widmet sich seiner Musik. Ein weiteres Highlight ist das Storchenhaus, ein ungewöhnliches Gästehaus des japanischen Architekten Terunobu Fujimori. Jährlich findet das Liszt Festival statt, das mit Klavier- und Kammermusik das kulturelle Leben bereichert. Daneben prägen Weinbau, Metallverarbeitung und traditionelle Schnapsbrennereien die lokale Wirtschaft.