Stoob liegt im Mittelburgenland, eingebettet im Tal des Stoobbachs. Die Gemeinde besteht aus dem namensgebenden Ort und dem Ortsteil Stoob-Süd, der direkt an Oberpullendorf grenzt. Historisch war das Gebiet einst Teil des keltischen Königreichs Noricum und später der römischen Provinz Pannonia. Heute ist Stoob eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Antike zurück, doch seine heutige Prägung erhielt er vor allem durch das Hafnerhandwerk. Seit dem 17. Jahrhundert ist Stoob für seine Töpferei bekannt, wie historische Dokumente belegen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Ort Teil Österreichs und gehört seit 1921 zum Bundesland Burgenland. Die Keramikfachschule, 1956 gegründet, festigte den Ruf als Zentrum dieses Handwerks.
Stoob besticht durch seine traditionelle Keramiktradition, die sich in Bauwerken wie der Bergkirche oder dem Töpfermuseum widerspiegelt. Das größte zusammenhängende Streuobstwiesengebiet des Burgenlands, der Biri am Noplerberg, lädt zur Erholung ein. Die Landesfachschule für Keramik und Ofenbau sichert das Handwerk für die Zukunft und macht Stoob zu einem kulturellen und handwerklichen Anziehungspunkt.