Oederan liegt im sächsischen Erzgebirge, eingebettet zwischen Chemnitz und Freiberg. Der Ort wird vom Hetzbach durchflossen, einem Nebenfluss der Flöha, und befindet sich am Nordrand des Gebirges. Die Stadt ist Teil des Landkreises Mittelsachsen.
Die Wurzeln Oederans reichen ins 12. Jahrhundert zurück, als Bauern ein Waldhufendorf anlegten. Urkundlich erstmals 1286 erwähnt, entwickelte sich der Ort zu einer bedeutenden Bergstadt. Im Mittelalter prägten Tuchmacherei und Leinenweberei das wirtschaftliche Leben, später erhielt Oederan das Privileg einer Freien Bergstadt. Die Stadt war zudem Schauplatz von Hexenverfolgungen und litt unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs, als ein Außenlager des KZ Flossenbürg hier Zwangsarbeit erzwang.
Heute ist Oederan vor allem für seine Miniaturen bekannt: Der „Klein-Erzgebirge“-Park zeigt im Maßstab 1:25 Sehenswürdigkeiten der Region. Die gotische Stadtkirche mit Silbermann-Orgel und das Renaissance-Rathaus zählen zu den historischen Bauwerken. Gedenkstätten erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und der DDR-Diktatur. Ein Erlebnisbad und ein Miniatur-Erlebnispfad mit Wassertechnik locken Besucher an.