Oppenheim liegt am linken Rheinufer in Rheinhessen, zwischen Mainz im Norden und Worms im Süden. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Rhein-Selz und gilt als Mittelzentrum. Bekannt ist sie vor allem als Weinstadt, etwa durch die Großlage Oppenheimer Krötenbrunnen und das Deutsche Weinbaumuseum.
Erste Spuren reichen bis in römische Zeit zurück, als hier vermutlich ein Militärlager namens Buconica stand. Schriftlich erwähnt wird Oppenheim erstmals im Jahr 765, als Weinberge an das Kloster Lorsch verschenkt wurden. Im Mittelalter entwickelte sie sich zur Reichsstadt und spielte im Investiturstreit eine Rolle, etwa beim Reichstag von Tribur und Oppenheim. Die Stadt wurde mehrfach zerstört, etwa 1118 durch den Mainzer Erzbischof, und erlebte Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung, besonders während der Pestzeit. Dennoch blieb sie ein bedeutender Handelsort und schloss sich dem Rheinischen Städtebund an.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Burg Landskron und die Synagoge das Bild. Die Stadt ist bekannt für ihre Weinkultur und das Weinbaumuseum. Die Umgebung mit ihren Weinbergen und die historische Altstadt mit Fachwerkhäusern machen Oppenheim zu einem Anziehungspunkt in Rheinhessen.