Orduña, offiziell mit baskischem und spanischem Namen geführt, ist eine Stadt in der baskischen Provinz Bizkaia. Eingebettet in ein von Bergen umschlossenes Quelltal des Nervión liegt sie auf rund 290 Metern Höhe, umgeben von der Peña de Orduña, die fast 1.050 Meter erreicht. Als einzige Stadt ihrer Provinz ist sie räumlich von ihr getrennt und liegt wie eine Insel zwischen den Provinzen Álava und Burgos.
Erstmals erwähnt wurde Orduña im achten Jahrhundert, als es unter Alfons I. stand. Später von den Mauren besetzt, fiel es durch die Reconquista zurück an das Königreich Asturien. Im Mittelalter entwickelte es sich zu einem wichtigen Handelsplatz der Hochebene. Ein verheerender Brand im 16. Jahrhundert zerstörte die Stadt und schwächte ihre wirtschaftliche Kraft. Erst im 18. Jahrhundert erholte sie sich wieder, bevor sie im frühen 20. Jahrhundert durch Thermalquellen zum Kurort aufstieg.
Die Stadt ist durch die Nationalstraße N-625 mit Bilbao verbunden, das etwa 40 Kilometer entfernt liegt. Bekannt wurde Orduña auch als Heimat des Konquistadors Juan Ortiz de Zárate und des Toreros Iván Fandiño Barros. Ihr historisches Erbe und die malerische Lage machen sie zu einem besonderen Ort im Baskenland.