Saronno liegt in der Lombardei, nordwestlich von Mailand, etwa auf halbem Weg zum Flughafen Malpensa. Die Stadt erstreckt sich auf einer Fläche von rund elf Quadratkilometern und wird vom kleinen Fluss Lura durchzogen, der im Zentrum meist überbaut ist. Zu Saronno gehören die beiden Ortsteile Cassina Ferrara und La Colombara. Im Norden grenzt die Stadt an Rovello Porro, im Osten an Ceriano Laghetto und Solaro, im Süden an Caronno Pertusella und Origgio sowie im Westen an Uboldo und Gerenzano.
Die erste schriftliche Erwähnung von Saronno stammt aus dem Jahr 796, als ein Dokument von Johannes de Vico Salomno spricht. Im Laufe der Zeit trug der Ort verschiedene Namen wie Solomno, Serogno oder Sarono. Im Mittelalter gehörte Saronno zu Nerviano und war für die Instandhaltung der Bollate-Straße zuständig. Ludovico Sforza übertrug das Lehen 1491 an Cecilia Gallerani, später ging es an andere Adelsfamilien über. Im 16. Jahrhundert gab es bereits eine kommunale Verwaltung mit Konsuln und einem Steuerverwalter. Eine Pestepidemie forderte 1629 etwa 1500 Todesopfer.
Saronno ist bekannt für seine sakralen Bauwerke, darunter die Propsteikirche Santi Pietro e Paolo und die Wallfahrtskirche Santuario della Beata Vergine dei Miracoli. Letztere wurde von Giovanni Antonio Amadeo entworfen und geht auf eine Legende aus dem 15. Jahrhundert zurück. Auch zivile Bauwerke wie der Palazzo Visconti oder die Villa Gianetti prägen das Stadtbild. Kulturell bietet Saronno das Teatro Giuditta Pasta und mehrere Museen, darunter eines für Keramik und eines für Industriegeschichte. Der kleine Stadtpark an der Piazza Unita d’Italia rundet das Bild ab.