Kamenz liegt in Sachsen, an den Ufern der Schwarzen Elster, in der historischen Landschaft der Oberlausitz. Die Stadt erstreckt sich von den westlichen Ausläufern des Riesengebirges bis zu den Heiden und Teichen der Oberlausitz im Norden. Sie ist etwa 40 Kilometer nordöstlich von Dresden und 30 Kilometer nordwestlich von Bautzen entfernt.
Die Stadt entstand aus einer befestigten Siedlung, die Ende des 12. Jahrhunderts an einer wichtigen Handelsroute, der Via Regia, errichtet wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kamenz 1225, und 1319 erhielt sie das Stadtrecht. Im 14. Jahrhundert gehörte sie zur „Oberlausitzer Sechsstädtebund“, einer autonomen Vereinigung mit Bautzen, Görlitz und anderen Städten. Im 15. Jahrhundert wurde ein Franziskanerkloster gegründet, das später eine Lateinschule beherbergte. Nach dem Prager Frieden 1635 kam die Oberlausitz unter sächsische Herrschaft.
Kamenz ist vor allem als Geburtsstadt des Dichters Gotthold Ephraim Lessing bekannt. Auch der Maler Georg Baselitz wurde hier geboren. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Kolín in Tschechien, Alzey in Deutschland und Karpacz in Polen. Ein besonderes Bauwerk ist das ehemalige Franziskanerkloster mit der späteren Lateinschule, die Lessing besuchte.