Ostrach liegt im Süden des Landkreises Sigmaringen, eingebettet zwischen Donau und Bodensee, wo sich die Hügel Oberschwabens mit waldreichen Moränenlandschaften abwechseln. Der namensgebende Fluss schlängelt sich durch eine enge Talrinne zwischen zwei eiszeitlichen Moränenrücken, darunter der Wagenhart, und mündet schließlich in das Burgweiler-Pfrunger Ried. Die Gemeinde erstreckt sich über ein weitläufiges Gebiet mit Siedlungen, Wäldern und durch Kiesabbau entstandenen Seen bei Jettkofen.
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 851, doch schon aus der Kupfersteinzeit und der Früheisenzeit stammen Funde wie Grabhügel im Laubbacher Holz. Im Mittelalter teilte sich Ostrach die Herrschaft zwischen der Grafschaft Friedberg und Sigmaringen, bis das Kloster Salem im 13. Jahrhundert schrittweise Besitz erwarb und eine eigene Herrschaft aufbaute. 1799 wurde hier die erste Schlacht des zweiten Koalitionskriegs ausgetragen, als österreichische Truppen französische Einheiten besiegten. Im 19. Jahrhundert wechselte Ostrach mehrfach die Landeszugehörigkeit, bevor es schließlich Teil Hohenzollerns und später Badens wurde.
Prägend für das Bild sind die barocke Architektur entlang der Oberschwäbischen Barockstraße und die landschaftliche Vielfalt mit Naturschutzgebieten wie dem Pfrunger-Burgweiler Ried. Die Gemeinde vereint heute ehemalige Dörfer aus Baden, Hohenzollern und Württemberg und bewahrt damit eine besondere historische Verbindung. Persönlichkeiten wie der Widerstandskämpfer Reinhold Frank, der 1944 hingerichtet wurde, erinnern an die dunkle Phase des Zweiten Weltkriegs, als Todesmärsche von KZ-Häftlingen durch das Gebiet führten.