Mengen liegt in Oberschwaben, wo die Donau ihre Nebenflüsse Ablach und Ostrach aufnimmt. Die Stadt grenzt im Westen an Sigmaringen und im Osten an Bad Saulgau, während sie sich über rund 4980 Hektar erstreckt. Ihre Gemarkung umfasst auch Stadtteile wie Beuren, Blochingen und Rulfingen, die mit Weilern und Höfen durchsetzt sind.
Erste Spuren reichen bis in die Bronzezeit, doch die Römer prägten den Ort nachhaltig: Sie errichteten das Kastell Ennetach und hinterließen ein farbenprächtiges Mosaik, das heute als „Medusa von Mengen“ bekannt ist. Im Mittelalter entwickelte sich Mengen zum Handelszentrum und erhielt 1276 das Stadtrecht. Der Beiname „Fuhrmannsstadt“ erinnert an seine Rolle als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, was auch im Dreißigjährigen Krieg Bedeutung erlangte, als die Stadt durch ein Gelübde vor schwedischen Truppen bewahrt wurde.
Heute besticht Mengen durch seinen mittelalterlichen Kern, der trotz Bränden und Kriegen erhalten blieb. Das jährliche Maifest geht auf die Rettung im Krieg zurück, während Industrie- und Gewerbegebiete das moderne Gesicht der Stadt prägen. Die umliegenden Schutzgebiete wie der Zielfinger Vogelsee und das Blochinger Ried zeigen die enge Verbindung zur Naturlandschaft Oberschwabens.