Ostritz liegt im Osten Sachsens an der Lausitzer Neiße, die hier die Grenze zu Polen bildet. Die Stadt erstreckt sich entlang des westlichen Flussufers und ist Teil der Östlichen Oberlausitz. Im Norden und Süden gliedern sich die Ortsteile Leuba und Marienthal mit dem Kloster St. Marienthal an, das auf einer vorgelagerten Siedlung thront.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis in slawische Zeit um 500 zurück, als ein Rundlingsdorf an einem Neißearm entstand. Später wurde der Name der Siedlung von einem sorbischen Wort für eine mit Palisaden befestigte Ansiedlung abgeleitet. Im 13. Jahrhundert ging die Herrschaft an die Burggrafen von Dohna über, deren Tochter als erste Äbtissin des nahegelegenen Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal wirkte.
Prägend für das Stadtbild sind das über 750 Jahre alte Kloster St. Marienthal mit seinem Kreuzweg und die historische Mariä-Himmelfahrt-Kirche. Das Rathaus am Markt und die Gustav-Adolf-Kirche ergänzen das Ensemble. Die Stadt pflegt eine enge Verbindung zu ihrer polnischen Nachbarstadt Bogatynia und setzt sich als energieökologische Modellstadt für nachhaltige Energien ein.