Zgorzelec liegt am östlichen Ufer der Lausitzer Neiße, eingebettet zwischen dem Lausitzer Granitmassiv und dem Lausitzer Bergland. Die Stadt gehört zum polnischen Teil der Oberlausitz und ist umgeben von ausgedehnten Wäldern wie der Görlitzer Heide im Nordosten. Mit etwa 30.400 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt der Region. Das Stadtgebiet erstreckt sich über 15,88 Quadratkilometer und reicht von etwa 175 Metern an der Neiße bis zu 225 Metern auf dem Drewniak im Süden.
Ursprünglich war Zgorzelec die östliche Vorstadt von Görlitz, die sich Ende des 19. Jahrhunderts durch verstärkte Besiedlung ausdehnte. Die historische Gründerzeit-Bebauung an der Stadtbrücke zeugt noch heute von dieser Entwicklung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt entlang der Neiße zur polnischen Nachbarstadt von Görlitz und erhielt ihren heutigen Namen. Die Teilung prägte die Stadt, insbesondere durch militärische Einrichtungen und Kasernenbauten.
Heute ist Zgorzelec Teil der Euroregion Neiße und pflegt enge Verbindungen zu Görlitz, mit der sie sich als Europastadt versteht. Die Stadt gliedert sich in mehrere Viertel, darunter die historische Innenstadt und moderne Siedlungen. Grüne Flächen wie das Jägerwäldchen und das Neißetal prägen das Bild, während die umliegenden Hügel wie der Rabenberg und der Langer Berg Ausblicke auf die Flusslandschaft bieten.