Görlitz liegt im Osten Sachsens an der Lausitzer Neiße, die heute die Grenze zu Polen bildet. Die Stadt erstreckt sich am westlichen Flussufer zwischen dem Lausitzer Bergland im Süden und dem Heide- und Teichgebiet im Norden. Mit der Landeskrone erhebt sich im Stadtgebiet ein markanter Vulkanberg auf über 400 Meter, während die Neiße selbst auf etwa 185 Meter fließt. Der Berzdorfer See im Süden ist ein tiefer, gefluteter Tagebaurest.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Mittelalter, doch seine heutige Gestalt prägten vor allem die Industrialisierung mit Energie- und Textilwirtschaft. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Altstadt weitgehend unzerstört, was ihr heute den Ruf als eines der größten zusammenhängenden Denkmalgebiete Deutschlands einbringt. Die historischen Häuser spiegeln dabei alle wichtigen Baustile Mitteleuropas wider.
Bekannt ist Görlitz auch als Filmkulisse unter dem Spitznamen „Görliwood“. Die Stadt verbindet sich mit ihrer polnischen Schwesterstadt Zgorzelec zu einer Europastadt. Heute entwickelt sie sich zu einem Wissenschaftsstandort mit mehreren Forschungsinstituten und einer wachsenden internationalen Gemeinschaft. Die historische Altstadt mit ihren Gründerzeitvierteln und das lebendige Wissenschaftsleben machen den besonderen Charme der Stadt aus.