Ottersweier liegt in der flachen Oberrheinischen Tiefebene, eingeklemmt zwischen dem Schwarzwald im Osten und dem Rhein im Westen. Nur wenige Kilometer südlich von Bühl gelegen, erstreckt sich das Gemeindegebiet über Teile des Naturschutzgebiets Waldhägenich. Die Gemarkung umfasst mehrere Ortsteile wie Unzhurst, Oberwasser und Zell, die heute verwaltungsrechtlich zusammengehören.
Die Wurzeln des Ortes reichen vermutlich bis ins 8. Jahrhundert zurück, als dort vermutlich die erste Kirche entstand. Im 13. Jahrhundert erhielt der Ort eine gotische Kirche, deren Chor und Turm noch heute erhalten sind. Später prägte die Markgräfin-Witwe Maria Viktoria Pauline von Arenberg das Geschehen, indem sie im 18. Jahrhundert eine Klosterschule der Augustiner-Chorfrauen gründete. Durch die Gebietsreform der 1970er Jahre wurde Ottersweier Teil des Landkreises Rastatt.
Heute ist der Ort vor allem durch seine historische Kirche und die klösterliche Vergangenheit bekannt. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Westerlo in Belgien und Krauschwitz in Sachsen. Wirtschaftlich ist Ottersweier Standort mittelständischer Betriebe, darunter Druckereien und Maschinenbauer. Persönlichkeiten wie der Theologe Joseph Sauer oder die Künstlerin Ursula Dethleffs stammen von hier.