Owingen liegt im westlichen Bodenseekreis, etwa sechs Kilometer nördlich von Überlingen, eingebettet in eine bewaldete Kulturlandschaft des Bodensee-Hinterlands. Das Urstromtal wird von Seitentälchen durchzogen, während der Ortsteil Hohenbodman auf einem Sporn über dem Aachtal thront. Die Gemeinde umfasst neben dem Kernort Owingen die Ortsteile Billafingen, Hohenbodman und Taisersdorf und erstreckt sich über eine Fläche von rund 37 Quadratkilometern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Owingen im 12. Jahrhundert, doch die Besiedlung reicht bis in die alemannische Zeit des 5. Jahrhunderts zurück. Prägend war vor allem die enge Verbindung zum Kloster Salem, dem der Ort ab dem 14. Jahrhundert unterstand. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Owingen schwer zerstört, später durch französische Truppen geplündert. Nach der Säkularisation fiel der Ort an Baden und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer modernen Wohngemeinde.
Besonders sehenswert ist die historische Bausubstanz des Ortes, darunter die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit mittelalterlichen Wurzeln. Der Lugenhof, einst eine bedeutende Poststation der Österreichischen Post, ist heute Teil eines Golfplatzes. Die Burg Hohenbodman mit ihrem markanten Bergfried prägt das Bild des Ortsteils. Naturfreunde schätzen die Schutzgebiete wie den Aachtobel oder den Heinz-Sielmann-Weiher. Kulturell bekannt ist Owingen für seine schwäbisch-alemannische Fasnet und den Lyrikweg, der zu Gedankenspaziergängen einlädt.