Sipplingen liegt am nordöstlichen Steilufer des Überlinger Sees, einem Teil des Bodensees, und erstreckt sich vom Seeufer bis zu 75 Meter höher am bewaldeten Hang. Neun kurze Bäche fließen hier dem See zu, darunter der Tobelbach an der Grenze zu Überlingen. Die Gemeinde umfasst neben dem namensgebenden Dorf auch kleine Weiler wie Süßenmühle und Niederhohenfels sowie einige Höfe und Häuser.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Schriftlich erwähnt wird Sipplingen erstmals im 12. Jahrhundert, als es in einer Urkunde Kaiser Friedrichs I. als Grenzort des Bistums Konstanz genannt wird. Lange gehörte der Ort zur Landgrafschaft Nellenburg, bis er 1805 an Württemberg und später an Baden fiel. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Sipplingen abgelegen, doch im 20. Jahrhundert wandelte es sich von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einer Wohngemeinde.
Heute ist Sipplingen vor allem für seine Steiluferlandschaft bekannt, die von Obstwiesen und Wäldern geprägt ist. Die Gemeinde beherbergt die Wasserentnahme der Bodensee-Wasserversorgung und ist Teil wichtiger Rad- und Wanderwege wie dem Bodensee-Radweg. Besonders markant ist die Hildegardlärche, eine über 280 Jahre alte und 45 Meter hohe Lärche, die nach einer Gräfin aus dem Geschlecht derer von Hohenfels benannt ist.