Oybin liegt im Südosten Sachsens nahe der tschechischen Grenze, eingebettet in ein vom Goldbach geformtes Tal des Zittauer Gebirges. Der namensgebende Berg Oybin prägt mit seinem markanten Sandsteinmonolithen die Landschaft, während umliegende Berge wie der Hochwald oder der Töpfer das Bild bestimmen. Der Ortsteil Lückendorf liegt als einziger deutscher Ort südlich des Gebirgskamms.
Die Geschichte des Ortes ist untrennbar mit der Burg auf dem Oybin verbunden, die erstmals 1290 erwähnt wurde. Nach Zerstörung und Wiederaufbau durch Heinrich von Leipa ließ Kaiser Karl IV. sie zum Kloster ausbauen. Die Hussiten scheiterten 1429 bei der Belagerung, doch die Reformation beendete schließlich die klösterliche Nutzung. Später entwickelte sich Oybin zu einem beliebten Kurort, verlor diesen Status aber wieder.
Heute zieht der Ort mit seiner Burgruine, der barocken Bergkirche und der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Besucher an. Wanderer schätzen die Felsformationen wie die Rosensteine oder den Hochwald mit seinem Aussichtsturm. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Kurt David oder der Skispringer Matthias Buse haben hier gewirkt.