Passau liegt im äußersten Osten Bayerns an der Grenze zu Österreich, wo sich Donau, Inn und Ilz vereinen. Die Altstadt ruht auf einer schmalen Halbinsel zwischen Donau und Inn, während sich nördlich das Mittelgebirge des Bayerischen Waldes erhebt und südlich flachwelliges Hügelland anschließt. Mit etwa Einwohnern zählt die Stadt zu den mittelgroßen Zentren der Region.
Die Wurzeln reichen bis in keltische Zeit zurück, als hier eine Siedlung am Donauhafen entstand. Die Römer errichteten später das Kastell Batavis, das Namensgeber für den heutigen Stadtnamen wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Passau zum bedeutenden Bischofssitz und Handelsplatz an der Donau, wo Salz und andere Güter Richtung Böhmen flossen. Die Bischöfe prägten als Landesherren über Jahrhunderte die Geschicke der Stadt, bis sie 1802 ihre Selbstständigkeit verloren.
Berühmt ist Passau für seine barocke Altstadt, die nach dem großen Brand von 1662 von italienischen Baumeistern wie den Carlones und Lurago neu gestaltet wurde. Der Dom St. Stephan mit seiner prächtigen Orgel und die Veste Oberhaus auf dem Georgsberg sind weithin sichtbare Wahrzeichen. Die Stadt ist auch als „Dreiflüssestadt“ bekannt und bietet mit dem Zusammenfluss der Flüsse ein einzigartiges Naturerlebnis.