Pazin liegt im Herzen Istriens, einer von Karstlandschaften geprägten Halbinsel. Die Stadt ist von Bergen umgeben, darunter das Ćićarija-Gebirge und der Učka-Gebirgszug. Der Karstfluss Pazinčica durchzieht das Gebiet und verschwindet in einer Höhle unter der alten Burg. Als Hauptort der Gespanschaft Istrien beherbergt Pazin das Regionalparlament, das zweisprachig kroatisch und italienisch tagt.
Erstmals als castrum Pisinium erwähnt, war Pazin lange ein Machtzentrum. Die Grafen von Schwarzenburg und später die Görzer Grafen machten den Ort zu ihrer Residenz. Die Habsburger übernahmen die Herrschaft, bis Napoleon die Stadt vorübergehend seinem Reich einverleibte. Nach wechselnden Zugehörigkeiten zu Italien und Jugoslawien ist Pazin heute Teil Kroatiens.
Die Burg Montecuccoli beherbergt heute ein Museum und thront über der Stadt. Die Abtei des hl. Nikolai und das Franziskanerkloster aus dem 13. und 15. Jahrhundert prägen das Bild. Der unterirdische Fluss Pazinčica inspirierte Jules Verne zu seinem Roman Mathias Sandorf. Berühmte Persönlichkeiten wie der Komponist Luigi Dallapiccola oder der Schriftsteller Pier Antonio Quarantotti Gambini stammen aus Pazin.