Pflach liegt im österreichischen Bundesland Tirol, eingebettet im Reuttener Becken am Fluss Lech. Das langgestreckte Gemeindegebiet steigt von 840 Metern am Lech bis auf über 2000 Meter am Säuling an, wobei Wälder den Großteil der Fläche bedecken. Die drei Ortsteile Pflach, Oberletzen und Unterletzen bilden eine Auspendlergemeinde, die sich durch Siedlungsverdichtung auszeichnet.
Erstmals 1275 als „Plech“ urkundlich erwähnt, verdankt der Ort seinen Namen dem mittelhochdeutschen Wort für Ebene. Eine alte Römerstraße führte einst über den Kniepass durch das Gebiet. Prägend war der mittelalterliche Eisenerzabbau am Säuling, der später durch ein Messinghüttenwerk der Augsburger Familie Höchstätter ergänzt wurde. Eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert erinnert an die Heiligen Ulrich und Afra, während eine ehemalige Großmühle bis ins 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Filialkirche zu den Heiligen Drei Königen oder die Hüttenmühlkapelle das Ortsbild. Die Via Claudia Augusta, ein Fernradweg entlang einer antiken Römerstraße, verbindet Pflach mit der Umgebung. Persönlichkeiten wie der Heimatforscher Karl Lechner oder der Unternehmer Georg Schretter stammen von hier. Ein partnerschaftlicher Austausch besteht seit 1988 mit der französischen Gemeinde Sérézin-du-Rhône.