Breitenwang liegt eingebettet in einem Talkessel nahe Reutte im Bezirk Reutte, Tirol. Der Ort besteht aus dem namensgebenden Haufendorf und kleineren Ortsteilen wie Lähn, Mühl und Neumühle. Ein Teil des Plansees gehört zum Gemeindegebiet, aus dem der Archbach entspringt. Die Gemeinde grenzt nur an zwei Nachbarorte: Heiterwang im Süden und Reutte, das sie im Westen, Norden und Osten umgibt.
Erstmals taucht Breitenwang im Jahr 1094 in Urkunden auf, als Herzog Welf IV. Besitz an das Kloster Altdorf-Weingarten übertrug. Der Name verweist auf einen breiten Wiesenhang. Einst wichtiger als Reutte, verlor der Ort an Bedeutung, als die Hauptstraße begradigt wurde. Kaiser Lothar III. starb hier 1137 während einer Reise. Im Zweiten Weltkrieg bestand in Breitenwang ein Außenlager des KZ Dachau, in dem Häftlinge im Hotel „Forelle“ untergebracht waren.
Die katholische Pfarrkirche Hll. Peter und Paul mit ihren barocken Fresken und der Totentanzkapelle ist ein kultureller Höhepunkt. Das Metallwerk Plansee in Mühl prägt seit 1921 die Wirtschaft und ist heute ein weltweit führender Betrieb. Die Gemeinde liegt an der Via Claudia Augusta und ist über die Fernpassstraße sowie die Außerfernbahn gut angebunden. Persönlichkeiten wie die Skirennläuferin Bernadette Rauter oder der Politiker Adolf Fizia stammen aus Breitenwang.