Reutte liegt eingebettet in einem Talkessel des Tiroler Lechtals, umgeben von markanten Gipfeln wie der Gehrenspitze, dem Säuling und dem Thaneller. Der Lech durchfließt das Tal und nimmt von Süden und Osten größere Nebenflüsse auf. Das Gemeindegebiet reicht bis zu den Geierköpfen und dem Ammersattel, während im Norden bayerische Nachbarorte wie Garmisch-Partenkirchen und Schwangau angrenzen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Reutte im 13. Jahrhundert als „Ruthi“ in einer klösterlichen Urkunde, die auf gerodetes Land hinweist. Im 15. Jahrhundert erhielt der Ort Marktprivilegien und entwickelte sich durch die Lage an der Via Claudia Augusta und der Tiroler Salzstraße zu einem wichtigen Handelsplatz. Im frühen 20. Jahrhundert prägte eine politische Bewegung um den Juristen Hermann Stern die Region, die zeitweise sogar den Anschluss an Bayern forderte.
Heute besticht Reutte durch historische Bauwerke wie das Franziskanerkloster und die Burgruine Ehrenberg. Das Zentrum zeigt typische Häuser mit Fassadenmalereien von Johann Jakob Zeiller, während die Highline179 als spektakuläre Hängebrücke Besucher anzieht. Seen wie der Plansee und kulturelle Veranstaltungen wie das Stadtfest oder das Integrationsfest prägen das Ortsbild. Die Alpentherme mit Blick auf die Ruine rundet das Angebot ab.