Pfullingen liegt am Rande der Schwäbischen Alb, wo sich das Tal der Echaz öffnet. Zwei markante Berge, die Achalm und der Georgenberg, rahmen die Stadt ein, während weitere Erhebungen wie der Schönberg den Horizont prägen. Als Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ist die Gemarkung von Schutzgebieten durchzogen, darunter Naturschutzflächen wie die Echazaue und der Ursulahochberg. Die Kreisstadt Reutlingen grenzt direkt im Nordwesten an.
Die Wurzeln Pfullingens reichen bis in die frühe alamannische Zeit zurück, wie Gräberfunde aus dem 5. Jahrhundert belegen. Der Ortsname verweist auf eine frühe Besiedlung, und die Martinskirche entstand bereits im 7. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 937 als Hauptort des Pfullichgaus, eines mittelalterlichen Verwaltungsgebiets. Nach Zerstörungen im Städtekrieg verlor die Stadt vorübergehend ihre Rechte, bevor sie im Spätmittelalter wieder an Bedeutung gewann. Einst prägte ein Klarissenkloster das Leben, das bis zur Reformation bestand und dessen Reste noch heute sichtbar sind.
Heute besticht Pfullingen durch seine malerische Lage zwischen Alb und Fluss. Die Überreste des Klarissenklosters und der Martinskirche zeugen von der langen Geschichte, während moderne Wohn- und Gewerbegebiete wie der Brühl oder die Sandwiesen das heutige Gesicht prägen. Die Stadt engagiert sich für Nachhaltigkeit und wurde etwa als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Die umliegenden Berge und Schutzgebiete laden zu Wanderungen ein, während die Nähe zu Reutlingen städtisches Leben mit ländlichem Charme verbindet.