Pirna liegt im Osten Sachsens, wo die Elbe aus dem engen Sandsteingebirge in ein breites Tal tritt. Die Stadt wird von den Flüssen Wesenitz und Gottleuba durchzogen, die hier in den Strom münden. Im Norden begrenzen Hügel- und Bergland das Gebiet, im Süden das Vorland des Erzgebirges. Pirna gilt als Eingangstor zur Sächsischen Schweiz, jenem malerischen Felsen- und Waldgebiet, das sich elbabwärts ausdehnt. Die Weinstraße, die an der Elbe entlangführt, beginnt hier und verbindet die Stadt mit weiteren Weinbauorten.
Die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit reichen bis in die Steinzeit zurück, als Jäger und Sammler das fruchtbare Land nutzten. Später siedelten slawische Sorben als Fischer und Bauern am Fluss. Im Mittelalter entstand unter dem Schutz einer Burg ein Handelsplatz, der 1233 erstmals erwähnt wurde. Pirna wechselte mehrfach die Herrschaft: Zunächst gehörte es zur Mark Meißen, dann zu Böhmen, bevor es wieder sächsisch wurde. Die Elbe prägte den Handel, und die Stadt erhielt wichtige Rechte wie das Stapelrecht. Ein Dominikanerkloster und eine Schule zeugen von der frühen Bedeutung Pirnas.
Heute ist Pirna eine Große Kreisstadt mit historischem Kern. Die Burgruine thront über der Altstadt, während die Kirche St. Marien und das Rathaus mit ihrem Straßenmuster an die wechselvolle Geschichte erinnern. Die Stadt liegt an der Grenze zwischen Erzgebirge und Westsudeten und verbindet städtisches Leben mit der wildromantischen Landschaft der Sächsischen Schweiz. Regelmäßige Hochwasser haben die Stadt immer wieder geprägt, doch sie blieb ein wichtiger Ort an der Elbe.