Planegg liegt im oberbayerischen Landkreis München, eingebettet im Würmtal südwestlich der Landeshauptstadt. Die Gemeinde grenzt an mehrere Nachbarorte, darunter im Norden Gräfelfing, im Osten den Münchner Stadtteil Großhadern und im Süden Krailling. Die Landschaft gehört zur Münchner Schotterebene, wo sich auch Schutzgebiete wie das Planegger Holz und Teile des Forstenrieder Parks befinden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Planegg im Jahr 1409, als es in einer Verkaufsurkunde an Herzog Wilhelm III. auftaucht. Damals war der Ort noch jung im Vergleich zu anderen Siedlungen im Würmtal wie Martinsried oder Steinkirchen, die bereits im 12. bzw. 13. Jahrhundert erwähnt wurden. Planegg entwickelte sich zu einem Verwaltungszentrum, als es 1425 zur Hofmark erhoben wurde und die Gerichtsbarkeit für das mittlere Würmtal übernahm. Im 19. Jahrhundert wandelte sich der Ort zu einem beliebten Erholungsziel für Münchner Bürger, was durch den Bau der Eisenbahnlinie nach Starnberg noch verstärkt wurde.
Heute prägen vor allem wissenschaftliche Einrichtungen das Bild von Planegg. In Martinsried entstanden in den letzten Jahrzehnten mehrere Max-Planck-Institute sowie ein Biotechnologiezentrum, das Start-ups fördert. Auch die Ludwig-Maximilians-Universität unterhält hier einen großen Campus mit Fakultäten für Biologie und Biomedizin. Die Gemeinde selbst verbindet ländlichen Charme mit moderner Infrastruktur, etwa durch den geplanten Ausbau der U-Bahn-Verbindung nach Martinsried. Historisch bedeutsam sind zudem die Wallfahrtskapelle Maria Eich und die Pfarrkirche St. Elisabeth, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstand.