Weischlitz liegt im Westen des Vogtlandkreises, in einer bewaldeten Kuppenlandschaft mit Feldern und Wiesen. Der Ort gehört zum sächsischen Teil des historischen Vogtlands und grenzt an Bayern und Thüringen. Durch die Ortsteile Weischlitz und Kürbitz fließt die Weiße Elster, die den Hauptort in die Gemarkungen Unterweischlitz und Oberweischlitz mit der Siedlung Rosenberg teilt. Die Gemeinde liegt im Zentrum des Naturraums Vogtland und ist Teil des Landschaftsschutzgebiets Burgsteinlandschaft.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Weischlitz im Jahr 1274 als Wisols. Im Ort gab es früh einen Herrensitz, der zunächst der Familie von Feilitzsch gehörte. Seit 1583 ist ein Rittergut nachweisbar, das später in einen oberen und unteren Teil aufgeteilt wurde. Die Region war geprägt von diesen Rittergütern, die über Jahrhunderte in wechselndem Besitz waren. Kirchlich war Weischlitz stets nach Kürbitz gepfarrt, und die Gemeinde entwickelte sich aus zwei Landgemeinden, die bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Plauen gehörten. Mit dem Bau der Bahnstrecke Plauen–Cheb und der Eröffnung des Bahnhofs Weischlitz 1874 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz.
Weischlitz besticht durch historische Bauwerke wie das Alte Gut, ein denkmalgeschütztes Ensemble aus Herrenhaus und Fachwerkscheunen, das heute die Gemeindeverwaltung beherbergt. Im Ortsteil Kürbitz locken Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen Besucher an. Die Claraquelle und die Thermalquelle Neumühle sind beliebte Ausflugsziele, während die Wallfahrtskapelle Santa Clara in Heinersgrün und die Burgstein-Ruinen auf dem Burgstein historische Bedeutung haben. Der Wanderweg Butterweg folgt einer mittelalterlichen Handelsstraße und verbindet die Region mit ihrer bewegten Geschichte.