Potsdam liegt südwestlich von Berlin an der Havel in einer von Wäldern und Seen geprägten Landschaft. Die Stadt ist eingebettet zwischen breiten Talniederungen und Moränenhügeln wie dem Saarmunder Endmoränenbogen. Der Kleine Ravensberg bildet mit 114 Metern die höchste Erhebung, während die Havelgewässer auf 29 Metern den tiefsten Punkt markieren. Über 20 Gewässer durchziehen das Gebiet, darunter der Heilige See, der Templiner See und der Griebnitzsee. Die Stadt ist zu drei Vierteln von Grün-, Wasser- und Landwirtschaftsflächen bedeckt, während ein Viertel bebaut ist.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück. Die erste urkundliche Erwähnung als „Poztupimi“ stammt aus dem Jahr 993, als König Otto III. den Ort an das Stift Quedlinburg schenkte. Im Mittelalter entstand eine deutsche Burg am Havelübergang, und 1345 erhielt Potsdam das Stadtrecht. Als Residenzstadt der Hohenzollern ab 1416 erlebte die Stadt prägende Epochen, darunter die Regierungszeiten des Großen Kurfürsten, des Soldatenkönigs und Friedrichs des Großen. Nach der napoleonischen Besatzung entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Verwaltungszentrum.
Potsdam ist heute bekannt für seine barocken Schloss- und Parkanlagen, die als Ensemble zum UNESCO-Welterbe zählen. Das 1912 gegründete Studio Babelsberg gilt als eines der ältesten und modernsten Filmzentren Europas. Die Stadt beherbergt mehrere Hochschulen und über 30 Forschungsinstitute, was sie zu einem wichtigen Wissenschaftsstandort macht. Ihre Kulturlandschaften und historischen Bauwerke wie das Schloss Sanssouci und das Neue Palais prägen das Bild der ehemaligen preußischen Residenzstadt.