Prostiboř liegt im Südwesten Tschechiens, eingebettet zwischen sanften Hügeln und der Úhlavka, einem kleinen Fluss, der sich durch die Landschaft schlängelt. Südwestlich von Stříbro gelegen, wird die Gemeinde von den Orten Tuněchody und Darmyšl umgeben, deren Gutshäuser das Bild prägen. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, darunter Kopec und Telice, sowie der kleinen Ansiedlung Kečovský Mlýn.
Erstmals erwähnt wurde Prostiboř im Jahr, als ein Rittergeschlecht namens Prostibor hier seinen Stammsitz hatte. Der Name deutet auf einen Hof hin, der einem Mann namens Prostobor gehörte. Die Pfarrkirche St. Nikolaus stammt aus dem, während auf einem Hügel bei Kopec einst eine Burg stand, die später zum Schloss umgebaut wurde. Dieses gehörte lange der Familie von Löwenstein, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel und einstürzte. Heute sind nur noch Ruinen übrig, an denen Sicherungsarbeiten vorgenommen werden.
Was Prostiboř besonders macht, ist die Verbindung zu bedeutenden Persönlichkeiten wie Isaak Löw Hofmann, einem Kaufmann und Urgroßvater des Dichters Hugo von Hofmannsthal. Die Landschaft mit ihren Hügeln und dem Fluss bietet zudem idyllische Ausblicke, während die Überreste des Schlosses Kopec an eine bewegte Vergangenheit erinnern.