Ošelín liegt in Tschechien, etwa elf Kilometer nordwestlich von Stříbro, auf einer Hochfläche in rund 478 Metern Höhe. Rechts über dem Tal der Mies, nahe der Einmündung der Šárka, breitet sich das Dorf aus. Zwei Kilometer nördlich führt die Bahnstrecke von Plzeň nach Cheb vorbei, wo der Haltepunkt Ošelín zu finden ist. Im Süden des Gemeindegebiets verläuft die Trasse der Dálnice 5, die auch als Europastraße 50 bekannt ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1379. Bis zur Abschaffung der Patrimonialherrschaften war Ošelín zwischen den Herrschaften Weseritz und Schweißing aufgeteilt. Während des Zweiten Weltkriegs lebten hier einschließlich der Ortsteile Goßlau, Ober- und Mittelplesau über 400 Menschen. Zwischen 1980 und 1990 gehörte Ošelín vorübergehend zu Svojšín.
Prägend für das Ortsbild sind die barocke Bartholomäus-Kirche und ein Barockschloss oberhalb des Dorfes. Das Schloss entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Feste und dient heute als Sitz der Gemeinde und der Post. Die ursprünglich gotische Kirche wurde 1722 umgestaltet und thront auf dem höchsten Punkt des Ortes, umgeben von Linden. Zu den Ortsteilen zählen unter anderem Labes, Ober- und Mittelplesau sowie die aufgelassene Ortschaft Goßlau. Ein jüdischer Friedhof gehört ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten.