Pyrbaum liegt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und zählt zur Region Franken, obwohl es der westlichste Ort der Oberpfalz ist. Das Gemeindegebiet ist überwiegend von Wald bedeckt, und der Ort selbst erstreckt sich auf einer gerodeten Anhöhe. Der Gemeindeteil Neumühle markiert den westlichsten Punkt der Oberpfalz. Südlich entspringen die Quellen des Finsterbachs, während im Nordosten die des Hembachs fließen; beide Bäche münden weiter westlich in die Rednitz. Zu den Nachbarorten gehören Schwarzenbruck, Burgthann und Postbauer-Heng.
Die Geschichte Pyrbaums reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie ein Faustkeilfund bei Rengersricht belegt. Im Mittelalter wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, als der Landadelige „Tvirnchart de Birboum“ als Zeuge auftrat. Der Name leitet sich vom althochdeutschen „pirapoum“ ab, was „Birnbaum“ bedeutet. Im 14. Jahrhundert übernahmen die Wolfsteiner die Herrschaft und prägten das Ortsbild mit dem Bau eines Schlosses und der Pfarrkirche St. Georg. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Pyrbaum schwere Zerstörungen, besonders durch die Truppen Erzherzog Leopolds.
Heute ist Pyrbaum vor allem für sein großes zusammenhängendes Waldgebiet bekannt. Das Schloss und die Pfarrkirche St. Georg zählen zu den historischen Bauwerken, wobei die Kirche nach mehreren Bränden neu errichtet wurde. Die Gemeinde wurde im Zuge der Gebietsreform um umliegende Orte erweitert und ist Mitglied in der Allianz Schwarzachtalplus, die sich für die Entwicklung der Region einsetzt.