Raab liegt im oberösterreichischen Innviertel auf einer Höhe von 381 Metern. Die Marktgemeinde erstreckt sich über 22,5 Quadratkilometer, wobei der Großteil der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird. Ein kleiner Teil ist bewaldet, während der Ort selbst von sanften Hügeln umgeben ist.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Raab im Jahr 955, als es noch zum Herzogtum Bayern gehörte. Im Mittelalter wechselten die Besitzer der Hofmark häufig, darunter Adelsgeschlechter wie die Herren von Waldeck und die Grafen von Tattenbach. Nach dem Frieden von Teschen kam der Ort 1779 zu Österreich, wurde aber während der Napoleonischen Kriege vorübergehend bayerisch. 1813 erhielt Raab das Marktrecht und gehört seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.
Besonders bekannt ist Raab für seine einzigartige Kellergasse mit 26 Erdkellern, die in einem Hohlweg liegen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Schloss Raab, die Pfarrkirche St. Michael und die Wallfahrtskirche Maria Schnee in Bründl. Jährlich findet hier das Inntöne Jazzfestival statt, und die Sonnwendfeier am Campingplatz ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens. Das Gemeindewappen zeigt einen Raben auf grünem Dreiberg, der redend den Ortsnamen symbolisiert.