Riedau ist eine Marktgemeinde im oberösterreichischen Innviertel, etwa 376 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Die kleine, aber dicht besiedelte Fläche von rund sieben Quadratkilometern wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt, während ein kleiner Teil bewaldet ist. Die Gemeinde grenzt an verschiedene Nachbargemeinden in den Bezirken Schärding, Grieskirchen und Ried.
Die Geschichte Riedaus ist eng mit seiner Grenzlage zu Bayern verbunden, die ihm einst besondere Bedeutung verlieh. Im frühen 16. Jahrhundert erhielt der Ort von Kaiser Maximilian I. das Marktrecht, was seine Entwicklung prägte. Nach wechselnden Zugehörigkeiten während der Napoleonischen Kriege und der Zeit des Anschlusses an das Deutsche Reich gehört Riedau seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Im 20. Jahrhundert erlebte die Gemeinde durch die Ansiedlung eines großen Werkzeugherstellers einen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit dem Bau eines Freizeitzentrums und der Schaffung neuer Infrastruktur einherging.
Heute ist Riedau vor allem für sein Holz- und Werkzeugmuseum Lignorama bekannt, das im ehemaligen Österreich-Haus der Winterolympiade untergebracht ist. Traditionelle Feste wie der Riedauer Roßmarkt, der auf das Jahr 1515 zurückgeht, prägen das kulturelle Leben. Die Gemeinde beherbergt zudem ein Schulzentrum mit Schwerpunkt Informatik und bietet mit Sportvereinen und einem Freibad vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Franz Rieger oder der Kabarettist Peter Gahleitner stammen aus Riedau.