Rastatt liegt in der weiten Oberrheinischen Tiefebene, die zwischen Schwarzwald und Vogesen eingebettet ist. Der Rhein bildet im Westen die natürliche Grenze zu Frankreich, während die Murg von Südosten nach Nordwesten durch das Stadtgebiet fließt und kurz vor der Stadt in den Rhein mündet. Die Höhenunterschiede im Stadtgebiet sind gering, doch reicht die Rheinniederung besonders nah an den Schwarzwald heran. Nachbarorte wie Baden-Baden oder Kuppenheim sind eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden.
Die erste schriftliche Erwähnung Rastatts stammt aus dem späten 11. Jahrhundert, doch erst im 15. Jahrhundert erhielt der Ort den Status eines Marktflecken. Nach der Zerstörung durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg begann im 17. Jahrhundert der Wiederaufbau als barocke Residenzstadt der Markgrafschaft Baden-Baden. Der Rastatter Frieden beendete 1714 den Spanischen Erbfolgekrieg und markierte einen Wendepunkt in der Stadtgeschichte. Im 19. Jahrhundert wurde Rastatt zur Bundesfestung ausgebaut und spielte eine zentrale Rolle während der Badischen Revolution.
Heute prägen historische Bauwerke wie das barocke Schloss Rastatt das Stadtbild. Die Stadt ist zudem bekannt für ihr Mercedes-Benz-Werk, das seit 1992 besteht. Die Umgebung mit ihren rheinnahen Stadtteilen und der Nähe zu Baden-Baden macht Rastatt zu einem wichtigen Standort in der Region. Kulturveranstaltungen und die Erinnerung an die jüdische Geschichte der Stadt unterstreichen die vielseitige Identität Rastatts.