Rateče liegt im Dreiländereck zwischen Slowenien, Italien und Österreich, eingebettet im Savetal. Der Ort befindet sich am Nordhang des Rateče-Sattels, einem Übergang zwischen den Julischen Alpen im Süden und den Karawanken im Norden. Mit etwa 700 Einwohnern gehört er zur Gemeinde Kranjska Gora und liegt auf 870 Metern Höhe am Fuß des Dreiländerecks, wo sich der Gipfel Monte Forno erhebt. Südlich des Ortes ragt der mehrgipfelige Grat der Ponce auf, während im Ortsteil Planica ein südwärtiges Seitental beginnt.
Erstmals erwähnt wird Rateče vermutlich im 14. Jahrhundert durch die Handschrift von Rateče, eine Sammlung slowenischer Gebetsformeln. Bis zum Ende der Habsburgerzeit gehörte der Ort zur Krain und bildete eine eigenständige Gemeinde. Seine Mundart wird als einzige in der Region dem Kärntnerischen zugeordnet. Seit dem späten 20. Jahrhundert lebt die Bevölkerung vor allem vom Tourismus.
Planica, ein Ortsteil von Rateče, ist ein bekanntes Wintersportzentrum, besonders für Skispringen. Hier befinden sich die Großschanze Bloudkova velikanka und die Skiflug-Schanze Letalnica bratov Gorišek, auf der zahlreiche Weltrekorde erzielt wurden. Die Pfarrkirche Heiliger Geist mit spätgotischem Presbyterium und die Friedhofskirche Sankt Thomas mit einem Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert prägen das Ortsbild. Sehenswürdigkeiten wie der Nadiža-Wasserfall und der See Zelenci zeigen die landschaftliche Vielfalt der Umgebung.