Bad Bleiberg liegt in Kärnten, eingebettet zwischen dem Dobratsch und dem Bleiberger Erzberg in einem Hochtal westlich von Villach. Die Marktgemeinde grenzt im Norden an Paternion und im Osten an Villach, während im Süden und Westen die Gailtaler Gemeinden Arnoldstein, Nötsch und Sankt Stefan anschließen.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Bergbau verbunden. Schon im Mittelalter wurde hier Blei und Zink abgebaut, später von den Fugger betrieben und im 16. Jahrhundert von Georgius Agricola beschrieben. Ein besonderes Erbe ist die Knappenfahne aus dem Jahr 1717, die Prinz Eugen den Bergleuten verlieh und heute im Bergbaumuseum zu sehen ist. Nach der Stilllegung des Bergbaus 1993 widmet sich die Gemeinde verstärkt dem Kurbetrieb, der auf den entdeckten Thermalquellen und Heilklimastollen beruht.
Heute ist Bad Bleiberg vor allem als Kurort bekannt, der mit seinen Heilstollen und dem Thermalwasser bei Gelenk- und Atemwegserkrankungen Linderung verspricht. Die Knappenkultur bleibt lebendig, etwa durch das UNESCO-geschützte Brauchtum wie das Knappenspiel oder die Barbaramesse. Wanderer schätzen die Klettersteige in der Traninger Wand, während das moderne Kurzentrum mit Gesundheitshotels die Tradition mit zeitgemäßer Infrastruktur verbindet.