Hohenthurn liegt im Südwesten Kärntens, eingebettet zwischen den Nordhängen der Karnischen Alpen und dem Unteren Gailtal. Die Gail bildet im Norden die Gemeindegrenze, während die Gailitz im Osten verläuft. Die Gemeinde besteht aus sechs Ortschaften, darunter die namensgebende Hauptsiedlung und Dreulach. In den sanften Hängen und Tälern des Gailtals prägt eine Mischung aus alpiner und slowenischer Kultur das Bild.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Hallstattzeit zurück, als nahe Dreulach eine Höhensiedlung entstand. Später errichteten die Römer hier einen Wehrturm, der um das Jahr 200 zerstört wurde. Die urkundliche Ersterwähnung als Göströsdorf erfolgte im 13. Jahrhundert. Seit der Landnahme durch die Karantaner-Slawen im 6. Jahrhundert ist die Region eng mit der slowenischen Geschichte verbunden, was sich bis ins frühe 20. Jahrhundert in der Sprache und Kultur widerspiegelte.
Hohenthurns slowenische Wurzeln zeigen sich in Bauwerken wie der Pfarrkirche Göriach oder der Filialkirche Hohenthurn. Vereine wie der slowenische Bildungsverein Zilja pflegen seit über einem Jahrhundert Traditionen wie Theater und Musik. Die Gemeinde ist zudem bekannt für ihre Sportler, darunter die Schispringer Karl Schnabl und Franz Wiegele. Die Nähe zu Tourismuszielen wie dem Nassfeld und den Seen in der Umgebung macht Hohenthurn zu einem beliebten Reiseziel.