Extertal liegt im Nordosten des Kreises Lippe in Nordrhein-Westfalen, eingebettet im Lipper Bergland. Der namensgebende Fluss Exter durchzieht das Gemeindegebiet, während im Norden die Weser etwa zehn Kilometer entfernt ist. Im Osten und Norden grenzt Extertal an Niedersachsen, im Süden an Barntrup und im Westen an Kalletal. Die Landschaft ist geprägt von bis zu 400 Meter hohen Kuppen und tiefen Tälern, wobei der Hauptort Bösingfeld in einer breiten Niederung liegt. Der höchste Punkt ist der Dörenberg mit 387 Metern, während die tiefsten Lagen bei etwa 90 Metern im Norden liegen.
Die Gemeinde entstand 1969 aus zwölf selbstständigen Orten im Zuge der Kommunalreform. Der Name leitet sich vom Fluss Exter ab, der bereits früh die Besiedlung prägte. Historisch war die Region Teil des Fürstentums Lippe und später des Kreises Lippe. Wirtschaftlich spielte über Jahrhunderte die Landwirtschaft eine zentrale Rolle, unterstützt durch den Abbau von Ton und Sandstein. Die fruchtbaren Lößböden in den Tälern begünstigten den Ackerbau, während die Höhenlagen oft nur extensive Nutzung zuließen.
Extertal ist bekannt für seine malerische Tallage und die umliegenden Höhenzüge, die zum Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge gehören. Besonders sehenswert ist der Dörenberg mit seiner Aussicht und der Polackenschanze auf dem Schanzenberg. Die Gemeinde verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Nutzung, etwa durch den Abbau von Ton für die Ziegelherstellung oder die Gewinnung von Erdwärme. Mit Barntrup, Dörentrup und Kalletal bildet Extertal die Region Nordlippe, die gemeinsam kulturelle und wirtschaftliche Impulse setzt.