Roßleithen liegt im oberösterreichischen Traunviertel, eingebettet im Garstnertal auf etwa 600 Metern Höhe. Nach Norden steigt das Gelände zum Sengsengebirge an, nach Süden zur Warscheneckgruppe bis auf fast 2000 Meter. Der Ort erstreckt sich über rund 67 Quadratkilometer, wobei Wälder den Großteil der Fläche bedecken und etwa ein Fünftel landwirtschaftlich genutzt wird.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in einer Höhle am Gleinkersee, wo bearbeitete Höhlenbärenknochen aus der Steinzeit entdeckt wurden. Später führte eine römische Straße durch das Tal, bevor Slawen und Bajuwaren das Gebiet besiedelten. Urkundlich taucht Pießling erstmals 1190 auf, während Roßleithen selbst 1492 erwähnt wird. Prägend war die Gründung eines Sensenwerks im 16. Jahrhundert, das bis heute Mähmesserklingen herstellt und exportiert.
Heute prägen die Rettenbachhöhle und die Villa Sonnwend als Seminarzentrum das Bild. Die Gemeinde ist durch die Pyhrnbahn und die Pyhrn Autobahn gut angebunden, während der Fremdenverkehr mit über 50.000 Übernachtungen jährlich eine wichtige Rolle spielt. Persönlichkeiten wie der Komponist Bruno Sulzbacher stammen von hier.