Sande liegt im Landkreis Friesland in Niedersachsen, zwischen Geest und Meer am Rande des Jeverlandes. Nur sieben Kilometer von der Nordseestadt Wilhelmshaven entfernt, grenzt die Gemeinde im Norden an Schortens, im Nordosten an Wilhelmshaven selbst, im Süden an Zetel und im Westen an Friedeburg. Ihre Fläche wird zu etwa achtzig Prozent von Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen geprägt, während Gebäude und Freiflächen etwa zehn Prozent einnehmen.
Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als friesische Wurten und Warften auf fruchtbarem Marschland entstanden. Sande selbst wird erstmals 1168 erwähnt, doch einige Ortsteile wie Altgödens sind deutlich älter. Im 15. Jahrhundert bildete sich im Westen die Herrlichkeit Gödens, die bis zur Gemeindereform 1972 eine eigene Geschichte hatte. Wirtschaftlich profitierte Sande später vom Bau des Ems-Jade-Kanals und der Entwicklung Wilhelmshavens als Marinestützpunkt, was Infrastruktur und Bahnanbindung verbesserte.
Heute besteht Sande aus fünf Ortsteilen: Sande, Neustadtgödens, Cäciliengroden, Mariensiel und Dykhausen. Besonders sehenswert ist die historische Herrlichkeit Gödens mit ihrem Schloss, das bis heute das Bild des Ortes prägt. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit industrieller Vergangenheit, etwa durch die Werftarbeiter-Siedlung Sande-Neufeld aus der NS-Zeit. Durch die Nähe zu Wilhelmshaven und gute Verkehrsanbindungen hat sich Sande zu einem lebendigen Ort mit Gewerbegebieten entwickelt.