Schortens liegt im Jeverland auf der ostfriesischen Halbinsel, wo sich Marschland und Geestzungen abwechseln. Die Stadt grenzt im Nordwesten an Jever und im Osten an Wilhelmshaven, während im Süden Sande und im Südwesten Friedeburg folgen. Einige Stadtteile wie Accum und Schoost liegen auf vorspringenden Geestzungen, zwischen denen früher ausgedehnte Moore und Heiden lagen.
Erstmals 1158 als Scortinh erwähnt, geht der Name auf den Rufnamen Scroet oder Scoto zurück. Im Mittelalter prägte die St.-Stephanus-Kirche das geistige Leben, die aus Granitquadern und Tuffstein erbaut wurde. Nach Bränden und Eroberungen wechselte Schortens mehrfach die Herrschaft, von oldenburgisch zu dänisch, dann zu russisch und später zu holländisch, bevor es 1818 oldenburgisch wurde. Die Eisenbahnanbindung im 19. Jahrhundert und die Nähe zum Marinestützpunkt Wilhelmshaven brachten wirtschaftlichen Aufschwung.
Heute ist Schortens eine Stadt mit zwölf Stadtteilen, darunter Heidmühle und Sillenstede. Die St.-Stephanus-Kirche mit ihrer Granit-Tuffstein-Konstruktion und die historische Schule prägen das Ortsbild. Als staatlich anerkannter Erholungsort bietet Schortens eine Mischung aus ländlichem Charme und städtischer Infrastruktur.