Scheßlitz liegt in Oberfranken am Rand der Fränkischen Schweiz, eingebettet in einen Talkessel, der von Hügeln wie dem Stammberg und der Giechburg umgeben ist. Die Stadt befindet sich an der Autobahn 70 zwischen Bamberg und Bayreuth und ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Durch ihre geschützte Lage an den Kreuzungspunkten alter Handelswege zog sie schon in vorgeschichtlicher Zeit Siedler an.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit reichen bis in die Bandkeramikzeit zurück, doch die eigentliche Geschichte beginnt mit einer Schenkung an das Kloster Fulda um das Jahr 800. Scheßlitz erhielt 1230 Stadtrechte und wurde zur ältesten Stadt im Landkreis Bamberg. Prägend waren die Herzöge von Andechs-Meranien, die eine Burg errichteten, sowie der Bamberger Fürstbischof Lamprecht von Brunn, der die Stadt im 14. Jahrhundert wirtschaftlich stärkte. Kriege, Brände und der Bauernkrieg hinterließen ihre Spuren, doch die Stadt erholte sich stets.
Heute besticht Scheßlitz durch seine malerische Lage zwischen bewaldeten Hügeln und historischen Bauwerken wie der Giechburg. Die Stadt ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt und das jährliche Stadtfest, das an die lange Tradition erinnert. Auch die jüdische Geschichte, die in einigen Gemeindeteilen eine wichtige Rolle spielte, wird heute durch Gedenkstätten gewürdigt.