Litzendorf liegt im oberfränkischen Landkreis Bamberg, eingebettet im Ellertal, das von dicht bewaldeten Höhenzügen umgeben ist. Die beiden markanten Erhebungen Geisberg und Stammberg prägen die Landschaft und gehören zu den höchsten Punkten des Landkreises. Die Gemeinde besteht aus acht Gemeindeteilen und grenzt an mehrere Nachbargemeinden im selben Landkreis.
Der Name Litzendorf geht vermutlich auf slawische oder germanische Wurzeln zurück und wurde erstmals 1129 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wechselte der Ort mehrfach die Besitzer, bis er 1385 an das Hochstift Bamberg fiel. Wirtschaftlich spielte neben der Landwirtschaft auch der Weinbau eine Rolle, wie ein Weingarten aus dem Jahr 1497 belegt. Kriege und Konflikte wie der Bauernkrieg oder der Dreißigjährige Krieg hinterließen ihre Spuren, doch 1715 bis 1718 entstand mit der Pfarrkirche St. Wenzeslaus ein bedeutendes Bauwerk.
Heute ist Litzendorf vor allem durch seine sieben Freiwilligen Feuerwehren in den Gemeindeteilen und mehrere traditionsreiche Brauereien bekannt. Persönlichkeiten wie der ehemalige Landrat Günther Denzler oder der Altphilologe Günter Wojaczek haben hier gelebt. Die zentrale Wasserleitung ab 1959 und die Anbindung an das Verkehrsnetz 1912 zeigen die Entwicklung der Infrastruktur, während die Eingemeindungen 1978 die heutige Gemeindeform prägten.