Zapfendorf liegt am nördlichen Rand Oberfrankens, wo der Main durch das Gebiet fließt und zahlreiche Weiher speist. Die Landschaft ist von einer Hügellandschaft im Osten geprägt, während größere Waldgebiete fehlen. Die höchste Erhebung ist der Hänberg mit etwa 375 Metern. Der Ort grenzt im Norden an Ebensfeld, im Osten an Scheßlitz und im Süden an Breitengüßbach und Rattelsdorf.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zapfendorf im Jahr 802 als „Zaphendors“, später als „Zaphendorf“. Ursprünglich unterstand der Ort den Meraniern und dann den Truhendingern, bevor er 1390 an das Hochstift Bamberg fiel. Im 18. Jahrhundert bestand Zapfendorf aus 88 Anwesen, die verschiedenen Grundherren unterstanden. Nach der Übernahme durch Bayern 1802 entwickelte sich der Ort weiter, bis er 1955 zur Marktgemeinde erhoben wurde.
Bekannt ist Zapfendorf für seine Fachwerkhäuser in Oberleiterbach, das 1977 eine Goldmedaille beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewann. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Valentinikapelle, das Schloss in Unterleiterbach und die St.-Peter-und-Paul-Kirche. Der Musikverein Zapfendorf, gegründet 1977, pflegt eine lange musikalische Tradition und tritt bei regionalen Festen auf. Ein Mahnmal am Bahnhof erinnert an den Luftangriff von 1945, der schwere Zerstörungen verursachte.