Schiltach liegt im Mittleren Schwarzwald, dort wo der Fluss Schiltach in die Kinzig mündet und das Kinzigtal seine engste Stelle erreicht. Die Stadt wird von den Nachbarorten Schenkenzell, Aichhalden, Schramberg, Lauterbach und Wolfach umgeben, wobei Wolfach im Ortenaukreis und die anderen im Landkreis Rottweil liegen. Das Stadtgebiet reicht vom tiefsten Punkt an der Kinzig auf etwa 288 Metern bis zu den Höhen nahe dem Moosenkapfgipfel auf rund 865 Metern.
Die Siedlung entstand im 11. Jahrhundert als Pfarrei für die umliegenden Höfe, doch erst im 13. Jahrhundert gründeten die Herzöge von Teck eine befestigte Stadt mit Mauern und Toren, die nach dem Fluss benannt wurde. Schiltach diente als Rastplatz für Reisende und als Versorgungsstation vor dem Aufstieg ins Gebirge. Nach wechselnden Herrschaften kam die Stadt 1381 an Württemberg und blieb es, bis sie 1810 an Baden fiel. Die Industrialisierung prägte das 20. Jahrhundert, und 2024 erhielt Schiltach den offiziellen Beinamen Flößerstadt.
Die Altstadt mit ihrer evangelischen Kirche im neubyzantinischen Stil und die Burgruine Willenburg sind markante Bauwerke. Die Stadt ist umgeben von ausgedehnten Wäldern, die über 80 Prozent des Stadtgebiets bedecken. Lehengericht, ein Stadtteil mit eigener Verwaltung, gliedert sich in Vorder- und Hinterlehengericht. Schiltach pflegt seine Tradition als Flößerstadt und wurde 2025 von der UN Tourism als eines der besten Tourismusdörfer ausgezeichnet.