Schliengen liegt eingebettet zwischen Müllheim und Lörrach im Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Oberrheinebene in 225 Metern Höhe über die Vorbergzone des Eggenertals bis zum Gipfel des Blauen auf 1165 Metern. Die Gemeinde grenzt im Norden an Auggen, im Osten an Malsburg-Marzell und im Süden an Kandern sowie Bad Bellingen, während sie im Westen an den Ortsteil Steinenstadt von Neuenburg am Rhein stößt.
Erstmals erwähnt wurde Schliengen im Jahr 820 als Sliingas in einem Urkundenbuch der Stiftsbibliothek St. Gallen. Lange gehörte der Ort zum Fürstbistum Basel, wo er ab 1719 Sitz der Landvogtei war. Im Ersten Koalitionskrieg fand hier 1796 die Schlacht bei Schliengen statt, in der Erzherzog Karl den französischen General Moreau zum Rückzug zwang. Nach der Säkularisation kam Schliengen 1803 an das Kurfürstentum Baden und wurde später dem Landkreis Lörrach zugeordnet. Die heutige Großgemeinde entstand durch Eingemeindungen in den 1970er Jahren.
Besonders sehenswert ist das Schloss Bürgeln, das im 11. Jahrhundert als Kirche entstand und später zum Kloster wurde. Heute beherbergt es Veranstaltungen und bietet einen Rosengarten mit Blick auf die Vogesen. Das Wasserschloss Entenstein dient als Rathaus und ist Schauplatz von Wein- und Straßenfesten. Die Niedereggner Kirche zählt mit ihrem romanischen Turm und spätgotischen Fresken zu den ältesten am Oberrhein. Die Gemeinde ist traditionell katholisch geprägt, doch gibt es auch evangelische Gemeinden in einigen Ortsteilen.