Schlüchtern liegt im Südosten Hessens, eingebettet im Bergwinkel, wo sich Ausläufer von Rhön, Spessart und Vogelsberg treffen. Die Stadt erstreckt sich auf etwa 207 Metern Höhe im Schlüchterner Becken, durch das die Kinzig fließt. Nachbarorte sind im Norden Flieden und Kalbach, im Osten und Süden Sinntal, im Westen Steinau an der Straße und im Südzipfel der gemeindefreie Gutsbezirk Spessart.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in keltisch-germanische Zeit zurück, darunter Mauerreste und Grabmonumente. Schriftlich erstmals erwähnt wird Schlüchtern um das Jahr 993 unter dem Namen „Sluohderin“. Im Mittelalter prägte das Kloster Schlüchtern das Leben, das zunächst Reichsbesitz war und später unter dem Einfluss der Grafen von Hanau stand. Die Stadt lag an der wichtigen Handelsstraße Via Regia und entwickelte sich zum Vorort des gleichnamigen Amtes.
Heute ist Schlüchtern bekannt für sein ehemaliges Kloster, das später in eine Lateinschule umgewandelt wurde und als Vorläufer des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums gilt. Die Stadt gliedert sich in mehrere Stadtteile wie Ahlersbach, Breitenbach und Vollmerz. Die landschaftliche Umgebung mit ihren Mittelgebirgen und das Kinzigtal prägen das Bild.